Jürgen Klopp und der FC Bayern – eine Verbindung, die nie zustande kam. Doch nun gibt es neue Details aus erster Hand.
München – Die Gerüchteküche um Jürgen Klopp und den FC Bayern München brodelt seit Jahren. Immer wieder wurde spekuliert, ob der charismatische Trainer eines Tages an der Seitenlinie des deutschen Rekordmeisters stehen würde. Nun hat Klopps langjähriger Berater, Mark Kosicke, gegenüber Transfermarkt.de neue Details über die Annäherungsversuche des FC Bayern preisgegeben. Gleich zweimal, so Kosicke, war der Verein „sehr nah dran“.

Die erste Gelegenheit ergab sich wohl 2008, als der FC Bayern vor einer wichtigen Entscheidung stand: Wer sollte die Mannschaft in eine neue Ära führen? Uli Hoeneß sprach sich für Jürgen Klopp aus, während Karl-Heinz Rummenigge Jürgen Klinsmann favorisierte. Letztendlich fiel die Wahl auf Klinsmann, dessen Amtszeit allerdings nur von kurzer Dauer war. Klopp übernahm unterdes das Cheftraineramt bei Borussia Dortmund.
Klopp und der FC Bayern
Die zweite Annäherung fand im Jahr 2019 nach der Trennung von Niko Kovac statt. Zu diesem Zeitpunkt war Klopp jedoch fest bei Liverpool unter Vertrag und führte den Verein zu großen Erfolgen wie den Sieg der Champions League oder dem ersten Premier-League-Titel seit dreißig Jahren.
Laut Kosicke war das Timing der entscheidende Faktor, warum es nie zu einer Zusammenarbeit kam. „Es gab einfach nie das richtige Momentum“, erklärte er. Mal fehlte die Einigkeit innerhalb des Vereins, mal passte die sportliche Situation nicht. Gerade 2019, als Klopp mit Liverpool auf dem Höhepunkt seines Schaffens war, wäre ein Wechsel nach München undenkbar gewesen.
Kosicke betonte, dass er keine Zweifel daran hatte, dass Klopp gut zu Bayern gepasst hätte. „Ich wüsste nicht, weshalb das nicht passen sollte. Jürgen isst gerne Brezeln und hatte mit Erdinger einen Weißbier-Partner. Er hat immer mit starken Persönlichkeiten zusammengearbeitet. Da hätte ich kein Problem gesehen“, sagte er im Interview.
Wie eine gemeinsame Zukunft von Klopp und Bayern hätte aussehen können wir also nur spekulieren. Heute ist Klopp als globaler Fußballchef bei Red Bull tätig, weit entfernt vom Bundesliga-Alltag, geschweige denn der Trainerbank. Doch die Frage bleibt: Was wäre gewesen, wenn das Timing gestimmt hätte? (hbr)